Saisonrückblick 2025/26: Zwischen Hoffen, Bangen und neuen Wegen

Der Winter ist vorüber, und beim Blick auf die vergangenen Monate bleibt ein gemischtes Gefühl zurück. Viele von euch werden beim Betrachten der schneebedeckten Gipfelbilder gedacht haben: „Eigentlich war das doch ein super Winter!“ Warum fand also kein Liftbetrieb statt?

Wir haben in den schneereicheren Zeiten täglich vor Ort abgewogen: Können wir den Lift öffnen? Ist die Sicherheit gewährleistet? Wer den Hang selbst in Augenschein genommen hat, weiß, dass unsere Absagen – so schmerzhaft sie auch für uns alle waren – unumgänglich waren. Sicherheit geht vor, ohne Wenn und Aber.

Und doch bleibt die Frage, woran lag es nun, dass unser Lift im Gegensatz zu den anderen Skigebieten geschlossen blieb?
Die Liftanlagen und Technik waren einsatzbereit. Mit über 1000 Arbeitsstunden durch unsere freiwilligen Helfer und Vereinsmitglieder wurde zu den Arbeitseinsätzen im Herbst alles in einen betriebsbereiten Zustand versetzt. Kälte und Schneefall hatten Anfang Januar eine traumhafte Winterlandschaft gezaubert. Aber wir, als Verein, hatten mit Herausforderungen zu kämpfen, welche wir diese Saison nicht stemmen konnten.

Der entscheidende Punkt: Es war keine Beschneiung in der entscheidenden Phase möglich, was an zwei Faktoren lag:

  • Schneekanonen kamen nicht auf den Hang. Ein Schneeerzeuger wiegt mehr als 1 Tonne. Frühere Aktionen, das Gerät mit einem Traktor in Position zu bringen waren sehr abenteuerlich und z.T. lebensgefährlich.
  • Kein Personal um die Beschneiung durchzuführen. Die Bedienung der in die Jahre gekommenen Schneekanonen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, welche eine intensive Einarbeitung in die komplexe Technik erforderlich macht. Einfach den Wasserhahn aufdrehen und anschalten reicht bei weitem nicht aus.

Die nüchterne Analyse unserer „menschlichen“ Ressourcen zeigt es deutlich:

  • Für die Bedienung der Schneekanonen haben wir noch genau 1 Vereinsmitglied, das sich mit der Technik auskennt. Fällt diese Person z.B. wegen Krankheit aus, hat sich dieser Punkt erledigt.
  • Für die Präparation des Hangs mit dem Pistenbully haben wir 2 Vereinsmitglieder, die allerdings voll berufstätig sind, d.h. tagsüber zu Pistenpräparation nicht zur Verfügung stehen.
  • Für die Bedienung des Kassensystems haben wir ebenfalls 2 Vereinsmitglieder, voll berufstätig, d.h. theoretisch ist in der Woche ein Liftbetrieb vor 15:00 oder 16:00 Uhr nicht möglich.
  • Für den Betrieb des Imbisses steht derzeit niemand zur Verfügung. Dieser ist zwar nicht zwingend für den Liftbetrieb nötig, würde aber dennoch schmerzlich vermisst werden.

Blick nach vorn: Mission Liftbetrieb 2026/27
Noch stecken wir den Kopf nicht in den Sand! Die vergangene Saison wurde auch im Vorstand hitzig diskutiert, sicher schonungslos analysiert und nach alternativen Lösungsansetzen gesucht.
Fazit: Wir stellen unser Konzept neu auf, überdenken alte Herangehensweisen und passen uns den veränderten klimatischen Bedingungen an.
Unser klares Ziel: In der Saison 2026/27 muss der Liftbetrieb an der Lausche wieder verlässlich gelingen!

Die Knackpunkte – Hier suchen wir Lösungen
Um im nächsten Winter durchzustarten, müssen wir folgende Herausforderungen lösen:
Logistik der Beschneiung: Unsere Schneekanone kam nicht auf den Hang, weil der Pistenbully aufgrund der Bodenbeschaffenheit nicht fahren konnte. Idee: Wir suchen nach Technik (z. B. Teleskoplader oder ähnliche Geräte mit Ackerschiene), um die Kanonen bereits im Herbst fest auf der Piste zu positionieren.
Personalmangel am Tag: Wir brauchen Verstärkung für die Beschneiung, als Raupenfahrer und an der Kasse – vor allem zu den Betriebszeiten tagsüber.
Bewirtschaftung des Imbisses: Ohne eine Stärkung macht Skifahren nur halb so viel Spaß. Wir suchen nach Lösungen für den Imbissbetrieb – ob intern organisiert oder durch externe Partner.

Eure Hilfe ist gefragt! Werdet Teil des Teams:
Wir rufen alle Freunde des alpinen Skisports an der Lausche auf: Helft uns, den Skibetrieb für die Zukunft zu sichern!

Habt ihr Ideen? Könnt ihr mit anpacken?
Wir suchen engagierte Köpfe und helfende Hände für die Technik, die Piste oder die Verpflegung. Eine Vergütung ist im Rahmen der Ehrenamtspauschale oder als Minijob möglich. Wir werden euch in den kommenden Wochen und Monaten über unsere Fortschritte auf dem Laufenden halten. Bleibt uns treu – mit Eurer Hilfe bringen wir den Wintersport an der Lausche wieder in Schwung!